Befragung

Die Befragung kann als Basismethode für die Sicherung von Wissen betrachtet werden.
Eine Befragung kann in Form eines Interviews (mündlich) oder als Fragebogen ausgeführt werden. Die Befragung eignet sich zum Aufspüren von implizitem Wissen und dient als Überleitung zur Explizierung, wenn die Fragen in der geeigneten Form gestellt werden. Der Wissensträger/innen macht sich bei diesem Vorgang die impliziten Wissensteile bewusst und die Fragestellung leitet ihn an, dieses Wissen wiederzugeben.

Die Vorbereitungsphase für die Befragung besteht in der Erstellung eines konkreten auf
das jeweilige Projekt abgestimmten Fragenkatalogs. Die technischen Voraussetzungen
sind minimal, die Anforderung an den Interviewer ist in erster Linie auf soziale Kompetenzen
wie Einfühlungsverm.gen, Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber der
Interviewpartnerin bzw. dem Interviewpartner konzentriert.

Weitere Quellen:

http://www.artm-friends.at/am/km/WM-Methoden/WM-Methoden-98.htm

Dialog

Die Methode Dialog baut auf dem bekannten sokratischen Gespräch auf. Mithilfe
einer speziellen Fragetechnik werden dabei Erkenntnisprozesse in Gang gesetzt, die
sowohl der Förderung von neuem Wissen, dem tieferen Verständnis von vorhandenem
Wissen und der Offenlegung von bisher verborgenem Wissen dienen. Die Methode
eignet sich für Gruppen in der Größe von 20 bis 40 Personen und der Dialogprozess
erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Der Einsatz einer Moderatorin bzw. eines
Moderators ist empfehlenswert, da Form und Ablauf des Dialogs einer strukturierten
Vorgabe folgen, die eine Leitung voraussetzt. Die Unterteilung in Untergruppen während
des Dialogs ist ebenfalls vorgesehen – es sind allerdings keine strengen Regeln für
die Zusammenstellung dieser Untergruppen notwendig.

Der Ablauf des Dialogs gliedert sich in vier Phasen:


1. Schönreden: In dieser Phase halten sich die Teilnehmer/innen unter dem
Motto „Sag nicht, was du denkst!“ an die höflichen Gesprächsregeln der
westlichen Geschäftskultur.

2. Klartext reden: Die Höflichkeitsregeln werden abgelegt und das Motto dieser
Phase lautet: „Sag, was du denkst!“

3. Reflektierender Dialog: In der dritten Phase werden sowohl die Inhalte als
auch die zugrunde liegenden Annahmen hinterfragt. Das Motto: „Tu, was
du sagst, und sag, was du denkst!“

4. Generativer Dialog: Der Generative Dialog ist die Phase des gemeinsamen
Reflektierens, der auch eine Wertschöpfung erzeugt. Das Motto dieser Phase
lautet: „Beobachte, was du tust, tu, was du sagst, und sag, was du denkst!“


Der Einsatz der Methode Dialog erfordert hochentwickelte soziale Kompetenzen
unter den teilnehmenden Personen. Sie müssen aktives Zuhören, wertschätzende
Haltung gegenüber den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, das Formulieren
der eigenen Gedanken und die Zurückhaltung bei der Versuchung zum Kommentieren
beherrschen. Diese Kompetenzen sind nicht voraussetzbar und bedürfen
vorbereitenden Trainings.

Innerhalb der Dialoggruppen sollten sich Rituale, wie das Verwenden eines „Redeobjekts“
und der Einsatz von akustischen Hilfsmitteln zum Auslösen und Stoppen
von Gesprächsrunden und Phasen etablieren.

WM Methoden

Dieter Weitz

Dieter Weitz

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