Wer braucht eigentlich Wissensmanagement?

Was sind die typischen Erkennungszeichen dafür,
dass ein Wissensmanager helfen kann?

Im Wissensmanagement ist das nicht auf den ersten Blick so deutlich zu erkennen. Viele Unternehmer und Entscheidungsträger sind sich zwar darüber im klaren, dass ihre Organisation von Wissensmanagement-Aktivitäten profitieren kann, aber sie fragen sich, wie sie den Bedarf an solchen Aktivitäten erkennen sollen?

Was sind also Anzeichen, dass ein Wissensmanager gebraucht wird?
Ich habe hier ein paar typische Situationen in Unternehmen zusammengestellt, die ganz klare Anzeichen darstellen:

  • Eine Schlüsselarbeitskraft verlässt das Unternehmen (oder wechselt die Abteilung).
  • MitarbeiterInnen beklagen sich, dass sie immer auf Informationen von anderen warten müssen.
  • MitarbeiterInnen „können maximal eine Woche“ auf Urlaub gehen, weil niemand sie vertreten kann (Zeitraum natürlich variabel).
  • Kunden beschweren sich, dass Ihr Betreuer nie im Haus ist.
  • Kunden bekommen die gewünschten Informationen nicht innerhalb einer akzeptablen Zeitspanne.
  • Unterschiedliche MitarbeiterInnen recherchieren immer wieder die gleichen Daten.
  • ProjektleiterInnen müssen immer wieder die gleichen Erfahrungen durchmachen.
  • Es gibt kein einheitliches Ablagesystem und keine vorgegebenen Benennungsregeln für die Ablage.
  • MitarbeiterInnen geben nur ungern Informationen an andere weiter – Informationen innerhalb des Unternehmens zu bekommen ist schwierig.
  • Es werden Tätigkeiten an Fremdorganisationen vergeben, obwohl es jemanden im Unternehmen gibt, der die Tätigkeit durchführen könnte.
  • Es gibt MitarbeiterInnen, bei denen sich die Arbeit staut und andere die davon abhängig sind.
  • MitarbeiterInnen werden mit ihrer Arbeit nicht innerhalb der vorgesehenen Arbeitszeit fertig.


Wie bei vielen anderen Beratungsthemen gilt natürlich auch im Wissensmanagement, dass Vorbeugen besser wäre, als das Reagieren auf Problemstellungen. Müssen wir unbedingt warten, bis ein Problem aufgetaucht ist – oder wäre es nicht besser, schon vorher Maßnahmen zu ergreifen, damit das Problem gar nicht erst aufkommt. Dazu ein Beispiel:

Ein Projektleiter verlässt in einigen Monaten das Unternehmen – der Inhaber erkennt, dass hier Wissens- und Informationslücken im Unternehmen entstehen werden und beauftragt mich, einen Wissenstransfer durchzuführen. Ich freue mich natürlich über den Auftrag und wickle ihn auch zur Zufriedenheit der Beteiligten ab. Am Ende das Wissenstransfers setzen wir uns zu einem Abschlussbericht zusammen und ich schlage dem Auftraggeber vor, die Projekte in Zukunft so abzuwickeln, dass der Wissenstransfer eines der Projektziele ist. Wir beschließen daraufhin, das in die Standardprojektabwicklung zu übernehmen.

Der Wissensmanager hat natürlich noch andere Methoden, um festzustellen, ob es in einem Unternehmen Potenziale gibt, die auf der Ressource Wissen basieren – zum Beispiel durch Erstellung einer „Wissensbilanz“, „einer Potenzialanalyse Wissen und Produktivität“ oder einer „wissensbasierten Geschäftsprozessanalyse“.

Man sieht also, dass es eine ganze Menge von offensichtlichen Anzeichen für den Bedarf an Wissensmanagement-Aktivitäten gibt – und diese Liste ist natürlich lange nicht vollständig. Ich hoffe aber, dass ich damit einen Einstieg in das Erkennen von Wissensdefiziten geben konnte.

Dieter Weitz

DieterWeitzIn jeder Organisation gibt es Potenziale, die auf der Ressource Wissen aufbauen!

 

Ich zeige Ihnen, wie Sie diese Potenziale erkennen, nutzen und davon profitieren!

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